Das Schmuckkästchen aus Pappschachteln

Schmuckkästchen aus Pappschachteln

Schmuckkästchen aus Pappschachteln

Oberste Schublade des Schmuckkästchens aus Pappschachteln von Innen

Oberste Schublade des Schmuckkästchens aus Pappschachteln von Innen

Jede Schublade sieht anders aus

Jede Schublade sieht anders aus

Kreativ sein fällt mir am leichtesten, wenn ich jemandem etwas schenken möchte. Letztens war ich mit meiner besten Freundin in der Oase Seidenstrasse in Berlin-Mitte. Das ist ein Laden in dem es individuellen Schmuck und Wohnaccessoires gibt.

Während ich mir die Perlenketten ansah, die an der Wand hingen, entdeckte meine Freundin ein kleines hölzernes Schmuckkästchen. Es war in Blautönen und Ornamenten bemalt, die es orientalisch wirken ließen. Das Holz darunter wurde nicht ebenmäßig geschliffen. Man konnte die Wölbungen des Baumes noch deutlich erkennen. Es war niedlich, doch sie hatte momentan kein Geld dafür übrig. Aber das kleine orientalische Schmuckkästchen, in das sie alle ihre Ketten und Ringe legen könnte, wenn sie es denn hätte, ging ihr trotzdem nicht aus dem Kopf.

Eine Woche später ging ich zu ihr und sie gab mir etwa 10 weiße Schachteln, es waren unscheinbare Verpackungsschachteln für irgendwas, dass Ärzte verwenden. Ihr Vater -der Arzt ist- hatte sie ihr für mich mitgegeben. Sie waren flach, glatt und man konnte sie ausziehen. Innen befand sich ein grauer Schaumstoff auf zwei ausklappbaren Enden. Es gab fünf schmale und fünf lange Schachteln. „Vielleicht kannst du daraus ja etwas machen.“, sagte sie.

Ich betrachtete die Schachteln mit meinem „Recyclingblick“ und nach einigen Minuten fiel mir das orientalische Schmuckkästchen wieder ein. Ja, ich sah es ganz deutlich vor meinem inneren Auge. Ich wollte nicht genau das Selbe daraus machen. Das wäre auch nicht gegangen, denn ein fotografisches Gedächtnis besitze ich nicht. Und noch einmal hinfahren, ein Foto machen und wieder ohne etwas zu kaufen aus dem Laden gehen, nicht mein Stil. Und wer weiß, wäre meine finanzielle Situation als freie Künstlerin nicht noch ein größeres Desaster als bei meiner besten Freundin, hätte ich es ihr vielleicht zum Geburtstag gekauft, anstatt zu versuchen ein schönes Schmuckkästchen aus alten Pappschachteln zu basteln.

Doch da sie zu diesem Zeitpunkt tatsächlich in etwa einem Monat Geburtstag hatte, tat ich es einfach. Ich kreierte mein aller erstes Schmuckkästchen aus ausgedienten Dingen. Wie ich es gemacht habe, habe ich leider nur in zwei spärlichen Fotos dokumentiert. Denn das ist eben so eine Sache, mit der Kreativität. Wenn der Zeitpunkt da ist, dann spontan und in solchen Momenten denke ich meistens nicht mehr daran, noch eine Kamera richtig zu positionieren. Ohne Stativ und trotzdem so gut, dass Brauchbares Filmmaterial für ein DiY Video entstehen könnte. Und ja, es geht mir ja auch nicht immer darum Dinge vor zu machen. Denn ich glaube nicht daran, dass Kreativität sich allein über das Nachahmen wirklich voll und ganz entfalten kann. Zumindest ist das bei mir oft so. Wenn ich etwas Nachmache und versuche es genauso zu machen, klappt es nie. Es führt nur dazu, dass ich am Ende enttäuscht darüber bin, weil das Original einfach besser ist. Eigentlich will ich mit allen meinen Dingen die ich aus Wegwerf- Utensilien herstelle, vor Allem inspirieren. Denn man kann bestimmt auch andere brauchbare Dinge aus Pappschachteln herstellen, als ein Schmuckkästchen.

Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, dein individuelles Schmuckkästchen oder etwas völlig Anderes aus Pappschachteln oder Ähnlichem zu basteln, probier es doch einfach aus.

Alles was du brauchst, ist:

eine Idee

genug Pappe aus der MÜLLTONNE

Zeitungspapier

Schere

Bastelleim

Pinsel

Acrylfarbe

Decoupagelack

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